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Wie viele Kunden kostet dich eine veraltete Website?

Deine Ausgaben kennst du auf den Cent genau. Den entgangenen Umsatz nicht — weil er nirgends auftaucht. In diesem Artikel geht es darum, ihn trotzdem zu schätzen.

Kategorie Rechnen Geschrieben von Stratos

Illustration zum Artikel über die Kosten einer veralteten Website.

Eine veraltete Website schickt keine Rechnung. Sie piept nicht, sie fällt nicht aus, sie macht nicht auf sich aufmerksam. Es kommen einfach weniger Anfragen als möglich wären — und dieser Unterschied taucht nirgends auf, weil der ausgebliebene Kunde keine Spur hinterlässt.

In der Buchhaltung gibt es keine Zeile „wer fast geschrieben hätte“. Trotzdem ist das der größte Posten.

Die Rechnung

Es braucht vier Zahlen, und alle vier kennst du am besten.

  • A — wie viele Besucher die Website monatlich hat;
  • B — wie viele davon Kontakt aufnehmen;
  • C — wie viel Prozent der Anfragen zu Kunden werden;
  • D — was ein Kunde im Schnitt binnen eines Jahres bringt.

Dein aktuelles Monatsergebnis ist A × B × C × D. Rechne dieselbe Formel nun mit verdoppeltem B. Die Differenz zwischen beiden Zahlen ist das, was du monatlich nicht bekommst.

Das ist kein Versprechen, dass sich die Anfragen verdoppeln. Es ist eine Schätzung, was es wert wäre, wenn sie sich verdoppelten — und daran zeigt sich, ob sich die Sache überhaupt lohnt.

Wenn du die Zahlen nicht kennst

Das ist der häufigere Fall, und schon das ist ein Ergebnis. Wenn du nicht weißt, wie viele Besucher du hast und wie viele Anfragen daraus entstanden sind, ist die erste Aufgabe nicht die neue Website, sondern die Messung. Ohne sie ist jede Verbesserung Glaubenssache.

Das Minimum, das du sehen solltest: woher die Besucher kommen, auf welcher Seite sie aussteigen und wie viele Formulareingänge oder Anrufe die Website erzeugt.

Wie sieht das bei dir aus?Du musst nicht bis zum Ende lesen, um zu fragen. Beschreib deine Situation, und du bekommst eine konkrete Antwort.

Was macht eine Website „veraltet“?

Nicht das Alter. Eine schnelle, gut strukturierte Website von vor sieben Jahren kann besser abschneiden als eine letztjährige, die alles gleichzeitig will. Das sind die echten Anzeichen:

  • auf dem Smartphone schwer lesbar oder seitlich scrollend;
  • sie braucht mehrere Sekunden zum Laden;
  • auf dem ersten Bildschirm steht nicht, was du machst und für wen;
  • es gibt keinen klaren nächsten Schritt, oder gleich fünf;
  • Preisliste, Öffnungszeiten oder Leistungsliste sind nicht aktuell;
  • nichts lässt sich ändern, ohne jemanden zu kontaktieren.

Was bringt für wenig Geld viel?

Ein kompletter Neubau ist nicht immer die Antwort. Diese Punkte bringen oft die größte Veränderung bei geringstem Aufwand:

  • die Bildgrößen reduzieren — oft bringt allein das Sekunden;
  • ein einziger klarer Button auf dem ersten Bildschirm;
  • die Telefonnummer auf dem Smartphone antippbar machen;
  • eine eigene Seite für die wichtigste Leistung;
  • aktuelle Öffnungszeiten und Kontaktdaten, überall gleich.
Wo wir ins Spiel kommenDie obige Liste kannst du selbst durchgehen, und wenn das reicht, reicht es. Stellt sich heraus, dass die Struktur das Problem ist, lohnt sich ein Gespräch — aber wir beginnen mit der Messung, nicht mit einem Angebot.

Wohin soll es mit deinem Unternehmen als Nächstes gehen?

Mach aus dieser Erkenntnis ein funktionierendes System.

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