Wie kommen Sie auf Googles erste Seite? 7 Schritte
Es braucht keine Magie, sondern ein System. Diese sieben Schritte gehören in dieser Reihenfolge erledigt — und solange der erste nicht steht, ist der siebte sinnlos.
Kategorie SEO Geschrieben von Stratos Veröffentlicht Aktualisiert
Über Suchmaschinenoptimierung kursieren zwei Halbwahrheiten. Die eine sagt, es sei nur eine Geldfrage, die andere, es sei ein Trick. Beides stimmt nicht. Google versucht zu entscheiden, ob Ihre Seite am besten auf das antwortet, was jemand eingegeben hat — und nutzt dafür Signale, die Sie größtenteils selbst setzen.
Die erste Seite ist nicht das Ziel. Das Ziel ist die Anfrage. Dazwischen steht, dass Sie für die richtige Frage dort landen.
1. Entscheiden Sie, welche Frage Sie beantworten wollen
Der häufigste Fehler: Ein Unternehmen will für seinen eigenen Fachbegriff ranken, während die Kundschaft etwas ganz anderes eingibt. Niemand sucht nach „landschaftsarchitektonischer Ausführung“ — gesucht wird nach „automatische Bewässerung Preis“.
Schreiben Sie auf, was man Sie am Telefon fragt. Diese Formulierungen sind Ihr Ausgangspunkt, nicht die von einer Fachkonferenz. Wenn Sie noch bei den Grundlagen sind, gibt unser Artikel Was ist SEO zuerst den Rahmen.
2. Eine Frage, eine Seite
Wenn eine Unterseite für fünf verschiedene Leistungen ranken will, rankt sie für keine. Jede ernst gemeinte Leistung verdient eine eigene Seite mit eigener Überschrift und eigenem Text. Das ist zugleich eine SEO- und eine Vertriebsentscheidung: Besucher sehen genau das, wofür sie gekommen sind.
3. Schreiben Sie den Text so, wie Sie ihn sagen würden
Sie müssen keine Keywords in Sätze stopfen. Wenn Ihre Leistung verständlich beschrieben ist, stehen die Begriffe von selbst darin. Was sich hingegen bewusst lohnt:
- die Kernaussage gehört in den ersten Absatz, nicht unter die dritte Zwischenüberschrift;
- sagen Sie, wo Sie arbeiten — in der lokalen Suche entscheidet das;
- die Überschrift soll sagen, was Lesende bekommen, statt den Markennamen zu wiederholen.
4. Bringen Sie die Überschriften in Ordnung
Jede Seite sollte eine klare H1 haben, die sagt, worum es geht; darunter gliedern H2 den Inhalt. Google schreibt keine bestimmte Anzahl von Überschriften vor, versteht eine saubere Struktur aber leichter — und wer einen Screenreader nutzt, navigiert buchstäblich darüber.
5. Machen Sie die Seite schneller
Geschwindigkeit zählt an zwei Stellen: indirekt beim Ranking, direkt bei den Besuchern. Wer von einer langsamen Seite zur Trefferliste zurückgeht, ist eine verlorene Anfrage — und Google sieht dieses Verhalten.
Die häufigste Ursache ist fast immer dieselbe: zu große Bilder. Ein mit dem Handy aufgenommenes und unverändert hochgeladenes Foto hat oft mehrere Megabyte, obwohl ein Bruchteil reichen würde.
6. Legen Sie ein Google-Unternehmensprofil an
Bei einem lokalen Unternehmen bringt der Kartentreffer oft eher Kunden als die Website selbst, und er ist kostenlos. Wenn er noch nicht eingerichtet ist, ist das der Schritt mit dem schnellsten Ertrag auf dieser Liste.
Dazu haben wir einen eigenen Leitfaden geschrieben: Google-Unternehmensprofil Schritt für Schritt einrichten.
7. Geben Sie ihm Zeit, und messen Sie nach
Suchmaschinenoptimierung ist kein Schalter, sondern Zinseszins. Die ersten Veränderungen misst man meist in Wochen, nicht in Tagen. Deshalb brauchen Sie Messung: Wenn Sie nicht sehen, wofür Besucher kommen, raten Sie nur.
Wie verfolgen Sie, auf welchem Platz Sie bei Google stehen?
Die einfachste Positionsverfolgung ist kostenlos: In der Google Search Console sehen Sie unter Leistung für jede Suchanfrage die durchschnittliche Position, die Impressionen und die Klicks. Schauen Sie einmal pro Woche hinein und vergleichen Sie Vier-Wochen-Zeiträume statt einzelner Tage — die Position schwankt täglich.
Rund um Platz 30 sind die Impressionen wenige und sprunghaft: Ein paar Plätze Verschiebung können sie auf null bringen. Das heißt nicht, dass Sie verschwunden sind — nur, dass Sie der ersten Seite noch nicht nah genug sind, um stabil gesehen zu werden. Wer viele Suchanfragen oder die Konkurrenz verfolgen will, nutzt dafür kostenpflichtige Tools.
Was Sie nicht tun sollten
Kaufen Sie keine Links, kopieren Sie keine Texte von der Konkurrenz, und glauben Sie niemandem, der den ersten Platz garantiert. Der erste Platz ist nicht verkäuflich, weil ihn nicht der Verkäufer bestimmt.
Wie geht es weiter
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