Über Suchmaschinenoptimierung kursieren zwei Halbwahrheiten. Die eine sagt, es sei nur eine Geldfrage, die andere, es sei ein Trick. Beides stimmt nicht. Google versucht zu entscheiden, ob deine Seite am besten auf das antwortet, was jemand eingegeben hat — und nutzt dafür Signale, die du größtenteils selbst setzt.
Die erste Seite ist nicht das Ziel. Das Ziel ist die Anfrage. Dazwischen steht, dass du für die richtige Frage dort landest.
1. Entscheide, welche Frage du beantworten willst
Der häufigste Fehler: Ein Unternehmen will für seinen eigenen Fachbegriff ranken, während die Kundschaft etwas ganz anderes eingibt. Niemand sucht nach „landschaftsarchitektonischer Ausführung“ — gesucht wird nach „automatische Bewässerung Preis“.
Schreiben Sie auf, was man Sie am Telefon fragt. Diese Formulierungen sind Ihr Ausgangspunkt, nicht die von einer Fachkonferenz. Wenn Sie noch bei den Grundlagen sind, gibt unser Artikel Was ist SEO zuerst den Rahmen.
2. Eine Frage, eine Seite
Wenn eine Unterseite für fünf verschiedene Leistungen ranken will, rankt sie für keine. Jede ernst gemeinte Leistung verdient eine eigene Seite mit eigener Überschrift und eigenem Text. Das ist zugleich eine SEO- und eine Vertriebsentscheidung: Besucher sehen genau das, wofür sie gekommen sind.
3. Schreib den Text so, wie du ihn sagen würdest
Du musst keine Keywords in Sätze stopfen. Wenn deine Leistung verständlich beschrieben ist, stehen die Begriffe von selbst darin. Was sich hingegen bewusst lohnt:
- die Kernaussage gehört in den ersten Absatz, nicht unter die dritte Zwischenüberschrift;
- sag, wo du arbeitest — in der lokalen Suche entscheidet das;
- die Überschrift soll sagen, was Lesende bekommen, statt den Markennamen zu wiederholen.
4. Bring die Überschriften in Ordnung
Jede Seite sollte genau eine H1 haben, und diese sollte sagen, worum es geht. Darunter gliedern H2 den Inhalt. Das ist keine ästhetische Frage: Suchmaschinen lesen daraus die Seitenstruktur, und wer einen Screenreader nutzt, navigiert buchstäblich darüber.
5. Mach die Seite schneller
Geschwindigkeit zählt an zwei Stellen: indirekt beim Ranking, direkt bei den Besuchern. Wer von einer langsamen Seite zur Trefferliste zurückgeht, ist eine verlorene Anfrage — und Google sieht dieses Verhalten.
Die häufigste Ursache ist fast immer dieselbe: zu große Bilder. Ein mit dem Handy aufgenommenes und unverändert hochgeladenes Foto hat oft mehrere Megabyte, obwohl ein Bruchteil reichen würde.
6. Leg dir ein Google-Unternehmensprofil an
Bei einem lokalen Unternehmen bringt der Kartentreffer oft eher Kunden als die Website selbst, und er ist kostenlos. Wenn er noch nicht eingerichtet ist, ist das der Schritt mit dem schnellsten Ertrag auf dieser Liste.
Dazu haben wir einen eigenen Leitfaden geschrieben: Google-Unternehmensprofil Schritt für Schritt einrichten.
7. Gib ihm Zeit, und miss nach
Suchmaschinenoptimierung ist kein Schalter, sondern Zinseszins. Die ersten Veränderungen misst man meist in Wochen, nicht in Tagen. Deshalb brauchst du Messung: Wenn du nicht siehst, wofür Besucher kommen, rätst du nur.
Was du nicht tun solltest
Kauf keine Links, kopier keine Texte von der Konkurrenz, und glaub niemandem, der den ersten Platz garantiert. Der erste Platz ist nicht verkäuflich, weil ihn nicht der Verkäufer bestimmt.
Wie geht es weiter
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